Drahtlostechnologie wurde nicht ausreichend auf
Gefahren für Mensch und Umwelt untersucht


 Die Internationale Kommission für die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder (ICBE-EMF) wurde 2021 im Auftrag der Berater des internationalen EMF Scientist Appeal gegründet, einer Petition, die bisher von mehr als 240 Wissenschaftlern unterzeichnet wurde, die über 2.000 Arbeiten zu EMF, Biologie und Gesundheit veröffentlicht haben.

Die ICBE-EMF besteht aus einem multidisziplinären Konsortium von Wissenschaftlern, Ärzten und Spezialisten, die sich mit der Erforschung der biologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Frequenzen bis einschließlich 300 GHz beschäftigen oder beschäftigt haben. Die Kommission rund um Henri Lay und Ronald Melnick aus den USA hat sich zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage der besten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse Empfehlungen auszusprechen, die über die Festlegung von Grenzwerten für die Exposition hinausgehen.


Botschaften:


  • Die ICBE-EMF-Wissenschaftler berichten, dass die von der ICNIRP und der FCC festgelegten Grenzwerte für hochfrequente (oder drahtlose) Strahlung auf ungültigen Annahmen und veralteten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und keinen Schutz für die menschliche Gesundheit und die Tierwelt darstellen.
  • Die ICBE-EMF fordert eine unabhängige Bewertung der Auswirkungen und Risiken hochfrequenter Strahlung auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus begutachteten Studien, die in den letzten 25 Jahren durchgeführt wurden. Das Ziel einer solchen Bewertung wäre die Festlegung von Gesundheitsschutzstandards für Arbeitnehmer, die Öffentlichkeit und die Umwelt.
  • Die Öffentlichkeit sollte über die Gesundheitsrisiken drahtloser Strahlung informiert und dazu angehalten werden, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die Exposition zu minimieren, insbesondere für Kinder, schwangere Frauen und Menschen, die elektromagnetisch überempfindlich sind.
  • Die ICBE-EMF fordert ein sofortiges Moratorium für die weitere Einführung von 5G-Mobilfunktechnologien, bis die Sicherheit nachgewiesen ist und nicht nur angenommen wird.

In einem aktuellen Artikel fordert die Kommission zur Klärung verschiedener Fragen auf.
Wird die Exposition gegenüber 5G-Strahlung:

- die Fähigkeit der Haut beeinträchtigen, Schutz vor pathogenen Mikroorganismen zu bieten?
- die Entwicklung von Hautkrankheiten verschlimmern?

- das Risiko von sonnenlichtinduziertem Hautkrebs erhöhen?
- das Risiko von Schäden an der Linse oder der Hornhaut erhöhen?
- das Risiko von Hodenschäden vergrößern?
- sich auf tiefer liegendes Gewebe, entweder indirekt durch Auswirkungen auf oberflächliche Strukturen oder direkter durch das tiefere Eindringen der ELF-Komponenten der modulierten HF-Signale auswirken?
- sich nachteilig auf die Populationen wild lebender Tiere auswirken?


Antworten auf diese und andere Fragen, die für die Gesundheit von Menschen und Wildtieren relevant sind, sollten gegeben werden, bevor es zu einer weit verbreiteten Exposition durch 5G-Strahlung kommt, nicht danach. Auf der Grundlage der Lehren, die aus den Studien über RFR bei Frequenzen unter 6 GHz gezogen werden, solle man sich nicht länger auf die ungeprüfte Annahme verlassen, dass aktuelle oder zukünftige drahtlose Technologien, einschließlich 5G, ohne angemessene Überprüfungen sicher seien. Ein anderes Vorgehen läge nicht im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung oder der Umwelt.

>>> zur Webseite der ICBE-EMF

>>> zu einer Analyse der ICBE-EMF auf diagnose:funk


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