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Protokolle online Bündniskonferenzen

Protokoll Online-Konferenz, 02.06.2021 Vollversammlung


WLAN an Schulen

Zum Anlass des nationalen Aktions- und Protesttages             am 24.04.2021 gegen WLAN in Kitas und Schulen:

WLAN in Schulen? Ein Hype verdrängt Risiken.“

Kostenloser Online-Vortrag am

Dienstag, 20. April 2021 um 19 Uhr

für Schulbehörden, Schulleitungen, Lehrer*innen,

Elternvertreter und Eltern


"Eine moderne Schule hat WLAN!" Warum eigentlich? Lernen am PC geht besser und stabiler verkabelt. Was tun wir den SchülerInnen und Lehrkräften an, wenn sie zuhause oder im Klassenzimmer über WLAN lernen? Im Januar 2018 erschien der bisher größte Review zu WLAN von Isabel Wilke, in Auftrag gegeben von diagnose:funk, mit einer Auswertung von mehr als 100 Studien, die Gesundheitsrisiken nachweisen. Trotz dieser Studienlage, die eine Gefahrenabwehr erfordert, soll im Zuge der digitalen Bildung an allen deutschen Schulen WLAN eingeführt werden. Mit der Studienlage und den Konsequenzen v.a. für das Lernen, befasst sich der Vortrag. Oder geht es hier gar nicht ums Lernen, sondern v.a. um einen Absatzmarkt? Und wenn es unbedingt mobil sein muss, gibt es heute technische Alternativen. In der Diskussion sollte es darum gehen, was wir vor Ort tun können. 

Links und Downloads

Artikel 'WLAN an Kitas und Schulen: ein Hype verdrängt Risiken'

Informationsblatt SchülerInnen

Informationsblatt Eltern

Informationsblatt LehrerInnen

Theodora Scarato, Executive Director von Environmental Health Trust, spricht darüber, wie Schulen auf der ganzen Welt in Klassenzimmern gegen Drahtlostechnologie vorgehen. Dieses Video - mit deutschen Untertiteln - stammt aus dem Expertenforum, das am 25. März 2019 in Shrewsbury, MA, stattfand und "die Sicherheit der Exposition unserer Kinder gegenüber drahtloser Strahlung im Klassenzimmer in Frage stellt".
Es gibt einige Länder, die längst verstanden haben, dass WLAN an Schulen nichts zu suchen hat, keineswegs gesundheitlich ungefährlich ist:
Beispielsweise in Haifa, Israel, dessen Bürgermeister zitiert wird mit (Min. 7:32): „Wenn es Zweifel gibt, gibt es keine Zweifel“. In einigen Orten in Italien (Min. 3:47) wird etwa die Entfernung der wandfixierten WLAN Router in der Schule richtiggehend zelebriert. Dies wird so in Belgien, Frankreich oder Französisch Polynesien praktiziert.
Ab Minute 15:00 ist die ganze Absurdität des Mobilfunk Themas besonders auf die Spitze getrieben - hier mit dem Bericht über einen Funkmasten auf einem kalifornischen Schulgelände. Nachdem Kinder und Lehrer und weitere Schulmitarbeiter an Krebs erkrankt waren, gab es einen großen erfolgreichen Schulstreik damit der Funkmast wieder abgebaut wird.


Digitalkonzept der Waldorfschule in Wangen/Allgäu:

Auf dem Schulgelände kein WLAN-Empfang auf den Smartphones – was sich für viele Schülerinnen und Schüler heutzutage unglaublich anhört, ist an der Freien Waldorfschule in Wangen Realität. Warum die Schule außerdem die Verlegung von LAN-Kabeln gewählt hat, anstatt flächendeckend WLAN anzubieten. „Wir haben uns bewusst für die Verkabelung entschieden. Das bringt vor allem technisch große Vorteile“, sagt Pit Hartmann, Mitglied der Mediengruppe und Saalmeister der Waldorfschule. Sie hätten insgesamt 3500 Meter Kabel verlegt – quer durch das Schulgebäude. In 65 Räumen gebe es 115 Netzwerkdosen.

Die Kabel bestehen aus einer Kombination von Glasfaser und Kupfer. „Wir haben jetzt überall schnelles und stabiles Internet zur Verfügung – ohne Strahlung zu verursachen oder Störungen durch Betonwände hinnehmen zu müssen.“ Nachteile gegenüber WLAN erkenne er bisher nicht. An fünf Serverschränken wird ein breitbandiges Glasfasersignal verteilt.
Auch bei den Kosten gebe es „keinen Riesenunterschied“. Die digitale Umstellung wurde durch den Digitalpakt finanziert. Die Waldorfschule habe durch den Pakt 156 000 Euro zur Verfügung gehabt. „Wir haben uns bei der Umsetzung im Rahmen der Finanzierung bewegt“, sagt Hartmann.

Sie hätten lange überlegt, wie das Medien- und Digitalkonzept aussehen und umgesetzt werden könne. „Wir haben dann die Corona-Zeit genutzt und die Ressourcen der Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt.“
Vor der Umsetzung des neuen Konzeptes habe es nur wenige LAN-Kabel im naturwissenschaftlichen Trakt und der Verwaltung gegeben und die Internetverbindung sei damals sehr schlecht gewesen. Die digitale Einrichtung habe etwa ein Jahr gedauert, bis die Arbeiten Ende März abgeschlossen waren, berichtet Julia Egger, Medienbeauftragte an der Waldorfschule. „Zu unserem Vorteil wurde für die Landesgartenschau schon Glasfaser verlegt, da mussten wir noch zu uns herüber den Zugang legen“, berichtet die Lehrerin, die das Fach Medienpädagogik ab dem nächsten Schuljahr unterrichten wird.

WLAN gebe es ausschließlich in einzelnen Klassenräumen für die Nutzung von Laptops und Tablets der Schüler. „In den Klassenräumen ständig mit Kabel zu arbeiten, wäre auch für die Geräte schlecht. Deshalb haben wir uns schnell entschieden, mit WLAN an den Geräten zu arbeiten“, so Hartmann. Das WLAN sei allerdings nur während der Unterrichtsstunde aktiviert. 75 Notebooks in fünf mobilen Medienwagen ermöglichen digitalen Unterricht ohne örtliche Bindung. Der Hauptgrund für die Entscheidung für LAN sei die technische Verlässlichkeit gewesen. „Die Geschwindigkeit mit LAN ist beträchtlich höher als im Funknetz und die Strahlung ist reduziert, sodass keine gesundheitliche Belastung entsteht“, schildert Hartmann.

Egger ergänzt, dass sie sich mit der Strahlenbelastung nicht intensiv beschäftigt hätten, es ginge eher um „Verlässlichkeit und Datenschutz“, da dadurch eine bessere Kontrolle des Internetverhaltens der Schülerinnen und Schüler als mit einem offenen WLAN möglich sei. „Uns ist die Medienmündigkeit der Schülerinnen und Schüler wichtig. Bei uns bekommen die Schüler erst ab der sechsten Klasse Mediengeräte.“ Eine WLAN-Verbindung auf dem Smartphone ist damit auch auf dem Pausenhof nicht möglich. Doch wie reagieren die Schülerinnen und Schüler auf schlechten bis keinen Internetempfang? „Die Schüler sollen in der Pause untereinander kommunizieren und miteinander spielen, da hat WLAN nichts zu suchen. Da gab es auch keinen Widerstand der Schüler, denn sie können schon sehr gut kritisch damit umgehen“, schildert Egger. So hätten ältere Schülerinnen und Schüler bereits kritisiert, dass die jüngeren zu oft am Handy seien.

Ein weiterer Unterschied zur Mediennutzung an anderen Schulen: Das Fach Medienpädagogik gebe es nur an den Waldorfschulen. Dort würden unter anderem auch die Funktionsweise und die Gefahren der sozialen Medien erläutert, das Zehnfingersystem gelehrt, Hörspiele aufgenommen und Kurzfilme produziert. „Durch künstlerisches Schaffen sollen die Schüler lernen, mit den Geräten umzugehen“, so Julia Egger.

05.06.2021, Text von Selina Beck, Volontärin, Schwäbische Zeitung

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Kommunale Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit

Risikobewertung BfS

Vortrag von Eric Schilwat " Kommunale Handlungsfelder für Bürgerinitiativen und die Haftung der Kommunen"

Kaum bekannte Aussagen des Bundesamtes für Strahlenschutz und der Bundesregierung nehmen die Kommunen viel stärker als früher in die Haftung. Daraus ergeben sich neue Handlungsmöglichkeiten für Bürgerinitiativen vor Ort. Ein tiefgehender Vortrag mit neuen Ideen für den aktiven Widerstand.

Links und Downloads

Den Vortrag als PPT und Video gibt es hier 

Risikobewertung des BfS

Kommunale Handlungsverpflichtung zur Gefahrenabwehr

Webinare von diagnose:funk zum Thema

Webinar Nr. 1 vom 8.4.2021
Kommunale Handlungsfelder I: Wie können Städte und Gemeinden den Mobilfunkausbau steuern und 5G verhindern?
Video-Mitschnitt und vertiefende Infos hier


Webinar Nr. 2 vom 23.4.2021
Kommunale Handlungsfelder II: Vorstellung der neuen Broschüre der Kompetenzinitiative „5G/Mobilfunk durch gesamträumliche Planung steuern“
Video-Mitschnitt und vertiefende Infos
hier 

Webinar Nr. 4 vom 21.5.2021
Kommunalpolitik vor Ort: Grundlagen und Fallstricke.
Video-Mitschnitt und vertiefende Infos hier


Biologische Wirkung des Mobilfunks und EHS

Wie WHO und Industrie die Gefahren des Mobilfunks herunterspielen - und die Gesundheit der Bevölkerung aufs Spiel setzen

Werner Thiede analysiert im Detail, wie ein Kartell aus Industrie und Lobbyisten, unterstützt von der WHO, den Mobilfunk forciert - und damit unser aller Gesundheit aufs Spiel setzt.


Smart City

Smart City Infoblatt des bvmde


Materialsammlung für Protestaktionen